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HOME! Beobachtungen

Axel Braun, Albert Renger-Patzsch, Tania Reinicke, Denise Winter, Hans-Dirk Hotzel

Ausstellungsdauer: 19.11. – 19.12.2021

Das erste Kapitel der fünfteiligen Ausstellungsreihe HOME! umreißt Wahrnehmungskreise künstlerischer Arbeit von im Ruhrgebiet tätigen Künstler*innen und soll den Blick der Betrachter*innen auf die eigene Wahrnehmung lenken. Von der wahrnehmungsgesteuerten Durchmessung des eigenen, privaten Lebensraums – dargestellt mittels eines sich wiederholenden Gangs durch das eigene Atelier bei Hans-Dirk Hotzels Videoarbeit – bis hin zu einem globalen Blick, der Vergleiche zum Ruhrgebiet, dem Lebensraum Tania Reinickes, zulässt und dem von Axel Braun formuliertem Wunsch, mit dem Anthropozän ein neues Zeitalter auszurufen.

 

Axel Braun
DISTURBED HARMONIES
[Anthropocene Landscapes]
(seit 2011)

Im Rahmen dieses Langzeitprojektes beschäftigt sich Axel Braun mit kontrovers diskutierten Infrastrukturen und vom Menschen gestalteten Landschaften. Ziel ist es, den Weg der Menschheit in ein von ihr bestimmtes Erdzeitalter exemplarisch nachzuvollziehen. Zunehmend werden die Auswirkungen menschlichen Handelns auf das Erdsystem auch in vermeintlich natürlichen Landschaften sichtbar, denen oft noch der Mythos von Wildnis anhaftet. Neben ökologischen Fragestellungen interessieren ihn insbesondere die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Implikationen der damit verbundenen Prozesse. Oft werden die jeweiligen Landschaften unbeabsichtigt zu Monumenten komplexer gesellschaftlicher Vorgänge.
Für seine Installation im Kunsthaus Essen hat Axel Braun Auszüge aus den Fallstudien „Und wer in diesen Bannkreis tritt, wird vom Geist der neuen Zeit ergriffen“ (2012-2015), „Some kind of opposition“ (2014-16) und „Noxious Interference“ (2017-18) zusammengestellt. Die ausgewählten Arbeiten thematisieren die Problematik eines romantisch geprägten Naturbegriffs in Zeiten einer sich stetig ausweitenden Technosphäre. Dieser von Peter K. Haff eingeführte Begriff beschreibt die „Verselbstständigung“ technischer Systeme, die durch zahllose Sachzwänge, Kettenreaktionen und Ewigkeitslasten zunehmend die Möglichkeiten menschlichen Handelns, aber auch die Daseinsgrundlage der Biosphäre bestimmen.

Zu den Fallstudien
„Und wer in diesen Bannkreis tritt, wird vom Geist der neuen Zeit ergriffen“ widmet sich dem Fluss Emscher im nördlichen Ruhrgebiet. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wurde das Gewässer derart durch die Auswirkungen von Bergbau und Bevölkerungswachstum in Mitleidenschaft gezogen, dass es sich um 1900 nur noch um kaum mehr als ein hochgiftig verseuchtes Sumpfgebiet handelte. Zu diesem Zeitpunkt waren nahezu 50 Jahre bis zu einer Einigung vergangen, zu welchen Teilen die Industrie bzw. die Kommunen für die Beseitigung dieser Kalamität aufkommen sollten. Vor dem Hintergrund zunehmender Beeinträchtigungen der Produktivität der Industrie konnte schließlich die Emschergenossenschaft gegründet werden, die den Fluss im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem offenen Abwasserkanal mit über hundert Pumpwerken transformierte. Weitere hundert Jahre später, seit dem ein Ende des Steinkohlebergbaus absehbar wurde, begann nun ein neuer Prozess: mit dem Bau des Emscherabwasserkanals entsteht eine umso komplexere technische Anlage, während an ausgewählten Stellen versucht wird, dem geschundenen Fluss die Erscheinung eines natürlichen Fließgewässers zurück zu geben. Eins der wenigen Überbleibsel des historischen Flusses, ist der restaurierte Alt-Arm der Emscher im Oberhausener Kaisergarten.
Das Projekt wurde durch den Konzeptpreises Bridges Emscher Zukunft der Emschergenossenschaft gefördert.

„Some kind of opposition“ ist eine Fallstudie zu einem mehrstufigen Staudammprojekt in der Donau, das zur Zeit des Sozialismus von der Tschechoslowakei und Ungarn geplant wurde. Es hätte den Fluss auf etwa 200 Kilometern zwischen Bratislava und Budapest massiv verändert. Das politische Tauwetter der 1980er Jahre ermöglichte in Ungarn die Gründung von Duna Kör (Donaukreis) – einer der ersten Umweltinitiativen in Osteuropa – während das repressivere Regime im Nachbarland jegliche Kritik im Keim erstickte. Das zivilgesellschaftliche Engagement der ungarischen Umweltschützer:innen war so erfolgreich, dass sie zu einer maßgeblichen Kraft im Regimewechsel wurden und noch vor der Wende einen Baustopp erreichen konnten. Dies könnte die Geschichte eines erfolgreichen bürgerschaftlichen Protestes gegen ein autoritäres Regime sein. Doch während das Nichtbauen der Dämme nach 1989 in Ungarn zum Symbol der Demokratisierung wurde, propagierte die Regierung der gerade unabhängig gewordenen Slowakei das Fertigstellen der Anlagen als unverzichtbares Symbol im Sinne des „nation building“. Der daraus resultierende bilaterale Konflikt konnte bis heute nicht offiziell ausgeräumt werden und kulminierte 1993 in der Umleitung der Donau auf slowakisches Territorium mit dem Ziel, das Projekt eigenständig zu realisieren. In der Folge fielen die „Alte Donau“ und das Binnendelta „Szigetköz“ (Schüttinsel) in kürzester Zeit trocken. Allein durch inoffizielle Vereinbarungen konnten diese wertvollen Ökosysteme gerettet werden, indem sie durch die (zuvor bekämpften) Dämme nun künstlich bewässert werden. Ganz in der Nähe lagern auch heute noch die Betonblöcke, die ursprünglich für die Umleitung der Donau vorgesehen waren – und durch den slowakischen Alleingang obsolet wurden.

Die Videoarbeit „Discourse Analysis (Protest)“ besteht aus Aufnahmen der Dokumentarfilmer:innen Fekete Doboz und Ádám Csillag. Ein besonderer Dank gilt den Autor:innen für die Erlaubnis, Ihr Material im Rahmen dieser Fallstudie zu verwenden. Übersetzung und Untertitel: Szilvia Nagy.

Some kind of opposition wurde gefördert durch die Kunststiftung NRW und entstand im Rahmen eines Visegrad Scholarships for Open Society Archivum (2014) und einer Fellowship am Institute for Advanced Study at Central European University Budapest (2015-16).

„Noxious Interference“ widmet sich der Geschichte des Waldes von Białowieża, an der Grenze von Polen und Belarus, der als letzter Tieflandurwald Europas gilt. Trotz seines ursprünglichen Charakters, kann auch dieses Ökosystem nur durch menschliche Eingriffe überleben: durch die intensive Landwirtschaft im Umland ist der Grundwasserspiegel so stark abgesunken, dass es zahlreicher Deiche und Wehre im Waldgebiet bedarf, um dieses vor dem Austrocknen zu bewahren. Das trotz allem bemerkenswerte Habitat konnte dem Schicksal der restlichen europäischen Wälder entgehen, da es schon früh zum exklusiven Jagdrevier polnischer und litauischer Könige erklärt wurde. Obwohl sich zahlreiche Mythen von Wildnis um diesen Wald ranken, sind die Spuren jahrhundertelanger menschlicher Einflussnahme omnipräsent. Neben forstwirtschaftlichen Eingriffen oder der Ausrottung und anschließenden Nachzucht der Wisente, sind hier vor allem die wechselnden Besatzungen und die damit verbundene kolonialistisch geprägte Ausbeutung bis hin zum Genozid während des Nationalsozialismus zu erwähnen.

In den letzten Jahren fand wiederum die dort verlaufende EU-Außengrenze im Zusammenhang mit einem Globalisierungsphänomen Erwähnung: das Afrikanische Schweinefieber. Dieses Virus wird durch Wildschweine übertragen, die es selbst meist ohne Symptome überleben, während es bei Hausschweinen binnen kürzester Zeit zum Tode führt. Somit stellt es eine fundamentale Bedrohung für die industrialisierte Fleischwirtschaft zeitgenössischer Gesellschaften dar.

Nachtrag zur aktuellen Situation: In den letzten Monaten ist der Wald darüber hinaus zum Schauplatz einer humanitären Krise und illegaler Push-backs von Geflüchteten vor dem Hintergrund des Konfliktes zwischen Belarus und der EU geworden.

Axel Braun lebt und arbeitet in Essen.
www.axelbraun.org

 

Hans-Dirk Hotzel
Das Wunder des Alltäglichen
Als Bildender Künstler hinterfragte Hans-Dirk Hotzel Räume, Situationen und nicht zuletzt auch den Kunstbetrieb in Gänze. Eine angekündigte Ausstellung, die Erwartungen beim Publikum weckte, allerdings nach den Vorgaben des Künstlers nicht stattfand, ein Galerieraum, dessen Decke um einige Zentimeter abgehängt wurde und so für Irritation sorgt, Videos, die die Wunder des Alltäglichen sichtbar machen, wie etwa die scheinbare Banalität des eigenen Atelierraumes. Hans-Dirk Hotzel beschäftigte sich mit diesen existenziellen Fragen menschlichen Seins. In der bewussten Auseinandersetzung mit gegebenen Raumsituationen und aus deren eingehenden Beobachtungen schuf der Künstler, der zugleich auch als Literat arbeitete, sinnlich erfahrbare Irritationen, die die gewohnte räumliche Erfahrungsroutine empfindlich aus dem Gleichgewicht bringen.
Hans-Dirk Hotzel, geb. 1956 in Bochum; † 2015 in Berlin
Hans-Dirk Hotzel, galerie januar

 

Tania Reinicke
MAPPING THE CITY –  Wie sieht die Stadt von morgen aus?
Das Projekt untersucht an der Schnittstelle von Fotografie und Raumerkundung das Bild der Stadt von morgen. Die intensive Beschäftigung mit dem Spannungsverhältnis von Architektur, Mensch und Raum führt zum Bild der Stadt von morgen und zur Frage, welche Zeichen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft visuell ablesbar sind. Die ausgewählten Städte werden zum Gegenstand der visuellen Feldforschung und Inszenierung. In dem Open-Resarch-Project werden unterschiedlichste visuelle Eindrücke gesammelt, die immer wieder neu (an)geordnet werden. Ziel dabei ist es, mit dem Material neue experimentelle Szenarien entstehen zu lassen.

TOKYO

Tokyo als die Hauptstadt Japans setzt sich aus 23 Bezirken zusammen und bildet mit Yokohama eine Metropolregion mit mehr als 37 Mio. Einwohnern. Die Straßen der Metropole haben meist keine Namen, erst durch das Gehen und Sehen eigne ich mir das Bild der Stadt an. Die einzelnen Bezirke Tokyos wirken wie kleine Städte mit komplett vollständigen Strukturen. Da es für die kleinen Straßen keine Straßennamen gibt, dienen kleine Details in der Architektur und Formgestaltung der einzelnen Viertel als Orientierung. Durch die flache Bebauung in großen Teilen der Stadt bleibt der städtische Raum für menschliche Verhältnisse überschaubar und verleitet zu ausschweifenden Spaziergängen durch die Straßen. Die japanische Architektur nutzt die Möglichkeiten des für den Einzelnen zur Verfügung stehenden Raums optimal. Schiebetüren öffnen und schließen den privaten Raum zum öffentlichen Raum. Die Bewohner Tokyos sind Stadtnomaden, die Infrastrukur ist auf die Bedürfnisse dieser ausgelegt. Es sind die unsichtbaren japanischen Regeln, die die Wahrnehmung des öffentlichen Raums so besonders machen. Der Einzelne steht mit seinen individuellen Bedürfnissen hinter der Gemeinschaft zurück.

SHENZHEN

Shenzhen liegt im Süden Chinas und grenzt unmittelbar an Hongkong. Es ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. Vor rund 30 Jahren ordnete Premierminister Deng Xiaoping an, die Sonderwirtschaftszone Shenzhen zu errichten. Aus einem kleinen Fischerdorf mit 30.000 Einwohnern entstand in den vergangenen Jahren eine Metropole mit über zwölf Millionen Menschen. Das führte zu tiefgreifenden Veränderungen der Landschaft. Shenzhen gilt als das Silikon Valley Chinas. Schauen wir hinter die Kulisse der überall gegenwärtigen Hochglanzarchitektur finden sich vereinzelt ein paar urbane Viertel wie das OCT – Overseas Chinese Town aus den Anfängen der Stadt. Neue Wolkenkratzer nehmen die Sicht in die einfachen Mietskasernen. Die Balkone sind fast überall vergittert, so entsteht zusätzlicher Raum für vielfältige Nutzungen. Verborgen hinter glänzenden Großstadtfassaden und architektonischen Visionen der Zukunft wird das urbane Leben vergangener und gegenwärtiger Zeit sichtbar. Nur noch wenige Räume inmitten dieser Stadt sind noch nicht mit CCTV Kameras ausgestattet. Details fallen ins Auge, die das Leben im urbanen Viertel so besonders machen, die Natur, die sich ihren eigenen Raum in der Stadt erobert, die kleinen und ruhigen Plätze inmitten der Metropole, die den Menschen zum Verweilen einladen. Inmitten des urbanen Viertels Baishizhou, in dem die Häuser so dicht beieinander gedrängt stehen, dass das Tageslicht nur die oberen Stockwerke erreicht herrscht eine ganz eigentümliche Lichtstimmung, immer wieder durchbrochen von direktem Sonnenlicht. Das Viertel stammt aus der Zeit der 60er und 70er Jahre, in dem immer mehr Wanderarbeiter in die Stadt kamen und Wohnraum suchten. Durch die “hand-shake” Architektur der 60er und 70er Jahre wurde es möglich den zunächst begrenzten Stadtraum effektiv zu nutzen. In den 90er Jahren gebaut war der „Diwang Dasha“ der erste und höchste Wolkenkratzer Chinas. Heute überragt von weiteren Wolkenkratzern der Superlative ergibt sich hier oben ein neuer Eindruck der Stadt. Etwa so groß wie das Ruhrgebiet dominieren hier die weißen und verglasten Türme das Stadtbild. Die großen Straßen wie der Shennan Blvd. führen durch die gesamte Stadt wie eine Ader.

HONGKONG

Hongkong, mit dieser Stadt verbinden wir unzählige Bilder aus der Vergangenheit. Ich begegne dieser Stadt mit dem voreingenommenen Blick eines Europäers und bin doch überrascht, was mich erwartet. Eine asiatische Metropole, gebaut auf engstem Raum und auf unterschiedlichen Ebenen. Die Stadt selbst ist stickig, laut und in ihren städtebaulichen Strukturen nahezu undurchdringlich. Die Mid-levels sind erreichbar über den Central Mid-Levels Escalator, ein System von Rolltreppen, das die Stadtteile Central und Mid-Levels verbindet. Mit Blick auf die umliegende Stadtlandschaft und den Botanischen Garten bekomme ich einen ersten Eindruck der Stadtlandschaft Hongkongs. Der Großstadtdschungel vermischt sich mit künstlich angelegten Grünräumen. Oberhalb der verzweigten und stark befahrenen Straßen, die sich durch die eng bebauten und steilen Hochhausschluchten schlängeln, gibt es ein weit verzweigtes aber gleichermassen verwirrendes Tunnel-, Treppen- und Brückensystem, dass es Bewohnern und Besuchern der Stadt ermöglicht, auf allen Ebenen der Metropole Hongkong zum Ziel zu gelangen.

Verlasse ich das untere Level und begebe mich auf den berühmten Victoria Peak, nur einer der vielen umliegenden Berge, so gelange ich in eine scheinbar unberührte Landschaft, in der nur wenige Geräusche aus der Großstadt zu mir durchdringen. Die dicht bebaute Stadt wird zu einer Miniaturlandschaft. Es ist eine besondere Aufgabe in Hongkong einen eigenen Weg durch den Großstadt-Dschungel zu finden, doch ergeben sich immer neue Sichtachsen innerhalb des dicht bebauten Stadtbildes. ´

METROPOLE RUHR

Die Metropole Ruhr verändert sich nicht nur gesellschaftlich sondern auch räumlich auf Grund des tiefgreifenden Strukturwandels. Die Region ist gekennzeichnet durch die Agglomeration einzelner städtischer Räume und die Auswirkungen der industriell geprägten Vergangenheit. Obwohl die Natur im Begriff ist sich die Plätze ehemaliger Industrialisierung zurückzuerobern, bleibt deren Anmutung künstlich. Es ist eine fotografische Reise durch die Verdichtung von Orten, in denen die Gestalt der Architektur, der Landschaft und der Vegetation ohne die Einbeziehung der menschlichen Figur als selbsterfüllter Zusammenhang, dargestellt wird. Die Bilder zeigen den Stadt- und Landschaftsraum der Halde Rheinelbe sowie den angrenzenden Stadtteil Gelsenkirchen-Ückendorf, bzw. Bochum-Wattenscheid, die durch den aktuellen Emscherumbau sowie aktuelle Stadtentwicklungsprozesse einem extremen Wandel des Stadt- und Landschaftsbildes unterworfen sind.
Mit dem Mittel des sich wiederholenden Stadtspaziergangs entlang kartographisch festgelegter Wege verändert sich der gewohnte Blick auf den umgebenden Stadtraum. Der Spaziergang fungiert zum einen als Mittel der Entschleunigung und andererseits als Medium zur privaten Aneignung der Geschichte der Stadt. Dabei kann sich der Text dieser Stadt, den wir aus ihr herauslesen, ständig und andauernd umschreiben.

TANIA REINICKE
arbeitet sowohl als Einzelkünstlerin als auch im Kollektiv. Ihre Arbeiten an der Schnittstelle von Fotografie und medialer Installation sind eine Suche nach dem Wesen fotografischer Bilder. Wie entstehen sie, was spiegeln sie wider, wie korrespondieren sie mit dem vorhandenen Raum und wie verändern sie unsere gegenwärtige Wahrnehmung? Im Prozess der experimentellen Bildfindung und Bildentstehung entwickelt sie Raum-Bild Konzepte auf installativ – performativer Ebene. Sie studierte im Master Photography Studies and Practice an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen ausgestellt. Zur Zeit hat sie einen Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig übernommen.
Tania Renicke lebt und arbeitet in Gelsenkirchen und Braunschweig.
www.taniareinicke.de

 

Denise Winter
Raumansichten

Denise Winter wurde 1983 in Berlin geboren. Sie studierte an den Kunstakademien und Kunsthochschulen in Dresden, Oslo und Düsseldorf Bildende Kunst bei Monika Brandmeier, AK Dolven und Richard Deacon, darüber hinaus Kunstgeschichte an der Ruhr Universität in Bochum. Sie arbeitet ortsbezogen, beobachtend, reflektierend. Raumerfahrung übersetzt sie in Form und Bild. Die Arbeit mit Texten kann ähnliche Entsprechungen finden.
Für die Ausstellung im Kunsthaus Essen entwickelt Denise Winter die ortsbezogene Arbeit „Offene_Form_TYO_02“, welche die Bewegung der Betrachter herausfordert.
Denise Winter lebt u. arbeitet in Dortmund.

RaumHof_Ansicht_versetzt02 (einzeln)
In einem kurzen zeitlichen Abstand voneinander entstanden zwei Fotografien in einem Hinterhof. Den Blick richtete die Künstlerin dabei jeweils nach oben. Die Häuserwände umschlossen den Himmel in einer ungleichmäßigen Form, die mit einer einzigen Aufnahme nicht zu erfassen war. Beide Ansichten überführte Denise Winter anschließend in ein Gummimaterial und legte sie übereinander.
Denise Winter lebt und arbeitet in Dortmund.
www.denisewinter.com

 

Albert Renger-Patzsch
1897 in Würzburg geboren und 1966 in Wamel gestorben, war ein bedeutender Fotograf der Neuen Sachlichkeit. Er lebte und arbeitete in den 1930er Jahren in Essen und hat die Ruhrgebietslandschaften in vielen Fotoserien portraitiert. Anhand von Publikationen zwischen 1933 und 1945 können Besucher*innen eigenhändige Recherchen in publizierten Fotografien und Texten durchführen.

 

Copyright für die Fotos: Künstler*innen, Denis Bury

 

Die Ausstellung HOME! Beobachtungen wird gefördert von der Allbau Stiftung und dem Kulturamt der Stadt Essen.

 

Das Ausstellungsprojekt HOME! wird gefördert durch:

 

 

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