STUDIO VISITS
Am 28. August öffnen Kayhan Berkin und Yeliz Čelebić ihr Atelier im Kunsthaus Essen und stellen die künstlerischen Forschungsergebnisse vor, die sie während ihres Aufenthalts entwickelt haben.
Ihr neues hybrides Theaterprojekt nimmt Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ als Ausgangspunkt und konzentriert sich auf Werthers Identität als Künstler. Er zeichnet und beobachtet Landschaften mit einer ausgeprägten künstlerischen Sensibilität, doch seine kreativen Versuche sind immer wieder von Zögern, Unvollständigkeit und Scheitern geprägt. Anhand dieses Widerspruchs stellen Čelebić und Berkin die Frage, was jemanden zum Künstler macht.
Kayhan Berkin ist ein in Istanbul ansässiger professioneller Theaterregisseur, Schauspieler, Produzent und künstlerischer Leiter. Sein Schaffen umfasst ein breites Spektrum, von Musicals und Solo-Performances bis hin zu Adaptionen von Literatur und Film. Nach seinem Projekt „Schoolgirl“ bei AIR 3331 in Tokio beschäftigt er sich derzeit mit Goethes „Die Leiden des jungen Werther“.
Yeliz Čelebić ist eine multidisziplinäre Künstlerin und Dramaturgin aus Bosnien und Herzegowina sowie der Türkei, die in den Bereichen Theater, Bewegtbild und ortsspezifische Praktiken arbeitet. In ihren Arbeiten erforscht sie persönliche und kollektive Geschichten durch Bewegungspraktiken. Zu ihrem Werdegang gehört ein Studium der Tanzanthropologie in Norwegen; ihre Arbeiten wurden unter anderem im Watermill Center von Robert Wilson in New York und in der Nationalgalerie von Bosnien und Herzegowina präsentiert.
Im Rahmen des Studio Visits werden sie ihre Forschungsergebnisse anhand einer temporären Installation und einer performativen Work-in-Progress-Arbeit präsentieren.
Der Eintritt ist frei.