Wer sind wir?
Vision & Werte.
Das Kunsthaus Essen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur widmet. Seit 1977 verbindet das Haus Atelierbetrieb, Ausstellungen, Veranstaltungen und kulturelle Bildungsangebote unter einem Dach.
Organisiert wird das Kunsthaus Essen von einem ehrenamtlichen Vorstand in enger Zusammenarbeit mit den Künstler*innen im Haus.
Als Atelierhaus, Kunstverein und Ort der Vermittlung schafft das Kunsthaus Essen vielfältige Gelegenheiten zur Begegnung mit aktuellen künstlerischen Praktiken – experimentell, interdisziplinär und offen für neue Perspektiven.
Unsere Geschichte
Von Anfang bis heute
Das Kunsthaus Essen wurde 1977 als gemeinnütziger Verein gegründet.
Seit Mitte der 1980er Jahre ist es in einem ehemaligen Schulgebäude im Stadtteil Rellinghausen beheimatet – eingebettet in eine historische Zechensiedlung, in unmittelbarer Nähe zum Ruhrtalradweg und zur früheren Zeche Ludwig. Die Lage im Essener Süden, an der Schnittstelle zwischen urbanem Raum und gewachsener Arbeitersiedlung, prägt bis heute die Atmosphäre des Hauses.
Von Anfang an verband das Kunsthaus Essen Atelierpraxis mit öffentlicher Ausstellungstätigkeit, wobei der Austausch unter Künstler*innen ebenso im Mittelpunkt stand wie die Vermittlung an ein breiteres Publikum. In über vier Jahrzehnten entwickelte sich das Kunsthaus Essen zu einer der profilierten Produktions- und Präsentationsstätten für zeitgenössische Kunst in der Region.
Der Fokus liegt auf interdisziplinären Ansätzen, internationalen Residenzen und einer offenen Programmatik, die Raum für neue Perspektiven schafft.
Mit dreizehn Ateliers, einem Tonstudio, wechselnden Ausstellungen, Konzerten, Performances und Vermittlungsformaten ist das Kunsthaus Essen heute ein lebendiger Ort für künstlerische Praxis und gesellschaftlichen Diskurs. Über etablierte Veranstaltungsreihen wie MontagTontag oder den Kunsthaus Salon hinaus engagiert sich das Haus auch in der kulturellen Stadtteilarbeit und in Kooperationen mit lokalen und überregionalen Institutionen.
Förderer
Verein &
Mitglied werden
Das Kunsthaus Essen, den Ort an dem unsere Ausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen und die alltägliche Atelierarbeit stattfinden, gäbe es so nicht ohne den Verein.
Im Kunsthaus Essen e.V. arbeiten wir ehrenamtlich, um ein lebendiges Zentrum der freien Szene zu gestalten.
Alle ortsansässigen Künstler:innen und Musiker:innen sind Vereinsmitglieder - darüber hinaus können aber alle Vereinsmitglied werden, die sich für die freie künstlerisch-musische Szene der Stadt Essen und darüber hinaus interessieren; die dort bereits fest verankert sind, oder gerne Fuß fassen wollen: egal, ob die Musik oder die freie Kunst dein Interesse ist, ob du selbst künstlerisch aktiv bist oder dich als leidenschaftlicher Teil eines Publikums verstehst - bei uns bist du herzlich willkommen!
Du bist interessiert an einer Mitgliedschaft in unserem Verein?
Bei uns kannst du deine Ideen für ein aktives und attraktives Vereinsleben einbringen und deine Mitgliedschaft sowie den Kunsthaus Essen e.V. einfach mitgestalten. Wir stehen für flache Hierarchien ein und begrüßen neue Anregungen und Wünsche. So ist auch das Angebot des Vereins stetig im Wandel - Momentan denken wir die Vorteile einer Mitgliedschaft neu. Entscheide also mit, was der Verein braucht! Exklusive Previews zu neuen Ausstellungen? Frühere Reservierungsmöglichkeiten für Konzerttickets? Werde Mitglied und forme den Verein mit uns.
Vielleicht möchtest du ja sogar das Programm aktiv mitgestalten? Unsere Programmreihe MontagTontag beispielsweise ist komplett autark von Engagierten des Vereins ins Leben gerufen worden und wird auch von diesen selbstständig organisiert. (Zu viel Aktion für deine Freizeit? Keine Sorge - wir freuen uns auch, dich bei uns begrüßen zu können, wenn du eher still genießen magst!)
Kooperationen
Haus & Hof
Das Kunsthaus wurde 1976 in einem anderen Gebäude, in der Eduard-Lucas-Straße 26A, gegründet. Es wurde von einer Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern als soziokulturelle Organisation ins Leben gerufen. Zu den Gründerinnen und Gründern gehörten Künstler, Schauspieler, Komiker und Musiker. Sie stellten sich einen Ort vor, der nicht etablierten und experimentellen Künstler:innen die Möglichkeit geben sollte, zu arbeiten, zu wachsen und ihre Werke mit einem Publikum zu teilen.
1986 zog das Kunsthaus in sein heutiges Domizil in der Rübezahlstraße 33 in Rellinghausen um.
Das heutige Gebäude war ursprünglich eine Schule, die 1933 für die Wilhelm-Gottfried-Kolonie errichtet worden war. Als die Mitglieder des Kunsthaus-Kollektivs das Haus ihren Bedürfnissen und Visionen anpassten, wurden die Klassenzimmer in Künstlerateliers umgewandelt, das Obergeschoss zu einem Galerieraum ausgebaut und im Erdgeschoss ein Café eingerichtet.
So findet man das Kunsthaus Essen auch heute noch vor. Mittlerweile ist im zweiten Stock ein Kursraum hinzugekommen, sowie ein Büroraum im 1. OG. Das Haus verändert sich langsam aber stetig mit den Bedürfnissen der Zeit und seiner Benutzer.
Das Kunsthaus Essen ist ein öffentliches Gebäude und kann von allen Interessierten zu den Öffnungszeiten und während unseres Programms besucht werden - alle sind in unseren Ausstellungen, in den Konzerten, Veranstaltungen und den Kursen willkommen. Die Ateliers, die von den Künstler:innen und Musiker:innen privat genutzt werden, öffnen sich einmal im Jahr zur Essener Kunstspur interessierten Blicken!
Verein & Team
Der Kunsthaus Essen e.V. besteht gegenwärtig aus über 60 aktiven Mitgliedern. In regelmäßigen Treffen zwischen Geschäftsleitung, Vorstand und dem Team, das aus allen Hausansässigen besteht (sprich: alle, die ein Atelier bzw. einen Raum mieten), findet Austausch über die Belange des Hauses statt.
Darüber hinaus halten wir eine jährliche Mitgliederversammlung ab, zu der alle Vereinsmitglieder eingeladen sind. Dort wird der Vereinsvorstand für ein Jahr gewählt, sowie über wesentliche Entwicklungen gesprochen und abgestimmt.
Unser Verein baut sich entsprechend also aus der Summe unserer Mitgliedschaften auf. Mitglied werden können grundsätzlich alle. Wer das Haus aktiv nutzt, etwa durch eine Ateliermiete, gehört damit zusätzlich zum aktiven Hausteam. Der Vorstand wird vom gesamten, bei der Jahresversammlung präsenten Verein aus den Reihen der Vereinsmitglieder gewählt.
Interessiert, welche Gesichter hinter dem Hausteam stecken? Wir stellen uns kurz vor.
Mitarbeiter:innen
Christoph Kammer
Hausmeister
Franka Köhler
Studentische Hilfskraft
Franka Köhler ist studentische Hilfskraft im Kunsthaus Essen und studiert im Master „Kultur, Ästhetik, Medien“ an der Hochschule Düsseldorf. Zuvor absolvierte sie ihren Bachelor in Kulturwissenschaft und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Kunsthaus Essen unterstützt sie das Team in der Verwaltung, Öffentlichkeitsarbeit und Projektorganisation und zunehmend auch in der Entwicklung eigener Vorhaben.
Berufliche Stationen führten sie u. a. ins Lehmbruck Museum, in die Theater- und Festivalarbeit sowie in die kulturelle Bildung. Ihr besonderes Interesse gilt offenen, dialogischen Formaten, die gesellschaftliche Prozesse sichtbar machen und neue Perspektiven eröffnen. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Repräsentation, Zugehörigkeit, kultureller Teilhabe und Bildung und verfolgt das Ziel, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich begegnen, ausdrücken und gemeinsam gestalten können.
Hanne Köster
Ehrenamtlicher Vorstand
Katharina Bruns
Geschäftsleitung
Mariko Sudo
Ehrenamtlicher Vorstand
Mariko Sudo ist deutsch-japanische Pianistin, Kulturvermittlerin und Kammermusikerin. Sie lebt und arbeitet in Essen. Sie studierte bei Menahem Pressler in den USA und erhielt Stipendien u. a. vom DAAD und der Richard-Wagner-Stiftung. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie mit eigenen Ensembles aktiv und konzipiert Veranstaltungsformate wie den "Kunsthaus Salon Essen" und ganz neu seit 2025 den “Global Pott - Musik im Salon”.
Sven Dirkmann
Ehrenamtlicher Vorstand
Künstler:innen &
Musiker:innen
Alla Zhyvotova
Bildende Kunst
Alla Zhyvotova (*1997 in Kyjiw, Ukraine) ist bildende Künstlerin und Meisterschülerin von Keren Cytter. Sie studierte Freie Kunst an der Kunstakademie Münster sowie Environmental Art an der Kunstakademie Riga. In ihren Arbeiten thematisiert sie die Koexistenz von Menschen, nichtmenschlichen Wesen und Umwelt. Ihr Fokus liegt auf der Erforschung materieller Transformationen unter spezifischen Bedingungen. Dabei werden Potenziale von Materialien sichtbar, die sich verändern, beeinflussen und Neues entstehen lassen – ein Prozess, den sie „gegenseitiges Werden“ nennt. Ihre Installationen, Skulpturen und Videos entwickeln sich raum- und kontextbezogen weiter. Ihre Werke wurden u. a. in der Kunsthalle Münster, im Weltkunstzimmer Düsseldorf und bei STRouX Berlin gezeigt. 2024 erhielt sie den Förderpreis der Freunde der Kunstakademie Münster.
Anna Betzl-Reitmeier
Musik
Anna Betzl-Reitmeier ist eine vielseitige Cellistin mit Fokus auf interaktive Konzertformate und genreübergreifende Musikvermittlung. Als Musikerin, künstlerische Leiterin und Kulturvermittlerin schafft sie Brücken in die Gesellschaft – mit ihrem Ensemble (Dokumentation durch den WDR 2025), dem Kammerorchester Ensemble Ruhr (Kreativpiloten der Bundesregierung 2014, Allbau-Preis 2020; Kooperationspartner der IGA 2027) und der globalen Kammermusik mit Pianist Hajo Wiesemann. Regelmäßig gastiert sie in der Tonhalle Düsseldorf, in der Philharmonie Essen, bei den Bochumer Symphonikern oder arbeitet in Kooperation mit verschiedenen Institutionen und Musikerinnen und Musikern wie dem Consol Theater Gelsenkirchen, dem VielRespektzentrum Essen und dem EchoKollektiv. Seit 2010 gehört sie zum Kunsthaus Essen.
Bokeum Lee
Bildende Kunst
Bokeum Lee ist Foto- und Textilkünstlerin und studiert Photography Studies im Master an der Folkwang Universität. In ihrer Serie „Somewhere Knitted in Blue“ verbindet sie handgestrickte Textilien mit Cyanotypie, um Erinnerungen sichtbar und fühlbar zu machen. Zwischen Schärfe und Unschärfe, Emotion und Stofflichkeit untersucht sie die Fragilität von Erinnerung.
Colin Penno
Bildende Kunst
Colin Penno bewegt sich mit seiner künstlerischen Praxis an den Schnittstellen von Malerei, Skulptur und Installation, wobei er traditionelle Kategorien hinterfragt und neu definiert. Seine Werke entstehen aus einem intensiven Dialog zwischen Form, Material und Prozess, der auf vielschichtige Weise in die Oberflächen und Strukturen seiner Arbeiten eingeschrieben ist. Ein zentrales Element seiner Arbeit ist der bewusste Umgang mit Resten und Beiprodukten früherer Arbeiten – etwa Leinwandabschnitten, Konstruktionsplatten oder Styrodurfragmenten – die er in neue skulpturale Kontexte überführt. In seinen Werkreihen entstehen so Bildträger und Objekte, die in einem kontinuierlichen Kreislauf weiterentwickelt werden. Diese experimentelle, prozessbasierte Haltung verleiht Pennos Arbeiten eine offene, spielerische Struktur, die sich jeder eindeutigen Einordnung entzieht.
Hajo Wiesemann
Musik
Hajo Wiesemann ist Pianist, Komponist und musikalischer Leiter. Er studierte Jazz-Klavier an der Folkwang Universität der Künste in Essen und am Conservatorium Amsterdam. Als Komponist schreibt er für Orchester und Kammermusik und für Bühne und Film, u. a. für den Kinofilm _Die Geschichte einer Familie_ von Karsten Dahlem. Für das Deutsche Theater Berlin, das Staatstheater Dresden, das Staatstheater Stuttgart und andere Häuser wirkte er als Pianist, Komponist und musikalischer Leiter. Die Produktion von Shakespeares _Ein Sommernachtstraum_ (Regie: Joanna Praml), für die er die Musik komponierte, wurde 2017 für den Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. Er ist Pianist des "Geysir Quartetts" und des "Essen Jazz Orchestra", mit dem er 2019 den „Jazz Pott“ erhielt und 2023 für den Deutschen Jazzpreis nominiert wurde.
Hanne Köster
Bildende Kunst
Hanne Köster (*1994 in Ratingen) lebt und arbeitet in Essen. Sie studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihr Werk bewegt sich zwischen Fotografie und Plastik. Sie arbeitet mit Materialien wie Ton, Wachs, Silikon, Moos oder Erde. Ihre künstlerische Forschung kreist um Fragen von Natur, Künstlichkeit und Wahrnehmung. Seit 2023 ist sie Residentin und Vorstandsmitglied im Kunsthaus Essen.
Joel Roters
Bildende Kunst
Joel Roters verbindet klassische Maltechniken mit Baumaterialien und untersucht ihre formalen, handwerklichen und materiellen Eigenschaften. Seine Werke entstehen aus der Reibung zwischen Geometrie und organischer Bearbeitung. In dieser Spannung verweist er auf das Zusammenspiel von Material, Form und Wahrnehmung. Er lebt und arbeitet in Essen.
Johannes Gramm
Bildende Kunst
Johannes Gramm (*1964 in Essen) lebt und arbeitet im Ruhrgebiet und in Zeeland (NL). Er studierte u. a. Philosophie, Malerei und Fotografie. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Konzept, Performance, Zeichnung und Fotografie. Seit den 1990ern zeigt er seine Werke in zahlreichen Ausstellungen. Mit "BetterI" trat er 2013 als parteiloser Direktkandidat zur Bundestagswahl an. 2021 erschien sein Buch "Dinge/Things" und wurde mit dem Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet. 2024 erhielt er ein Stipendium der Essener Krupp-Stiftung.
Johannes Still
Musik
Johannes Still (*1991 in Ulm) ist Jazzpianist, Arrangeur, Musikproduzent und Mitbetreiber des Rübezahl Studios. Nach klassischer Klavierausbildung studierte er Jazz an der Folkwang Universität der Künste. Er spielt in verschiedenen Ensembles, wirkte in Musicalproduktionen mit, arbeitete als musikalischer Leiter und bringt seine Erfahrung in Tonaufnahme und Klanggestaltung ein.
Lara Fritsche
Bildende Kunst
Lara Fritsche ist bildende Künstlerin und arbeitet seit 2019 im Kunsthaus Essen. Ihre Werke entstehen aus der Beobachtung alltäglicher Dinge und Materialien. Mit humorvollem Duktus komponiert sie farbenfreudige Bilder und Skulpturen, die durch flauschige, textile oder glänzende Oberflächen eine eigene sinnliche Sprache entwickeln. Ihr Fokus liegt nicht auf Darstellung von Mensch oder Natur, sondern auf der Wirkung von Materialität, Haptik und räumlichem Zusammenspiel. Ihre Arbeiten irritieren und verführen zugleich – mit Leichtigkeit, Witz und einem feinen Gespür für Textur.
Mariko Sudo
Musik
Mariko Sudo ist deutsch-japanische Pianistin, Kulturvermittlerin und Kammermusikerin. Sie lebt und arbeitet in Essen. Sie studierte bei Menahem Pressler in den USA und erhielt Stipendien u. a. vom DAAD und der Richard-Wagner-Stiftung. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie mit eigenen Ensembles aktiv und konzipiert Veranstaltungsformate wie den "Kunsthaus Salon Essen" und ganz neu seit 2025 den “Global Pott - Musik im Salon”.
Markus Conrads
Musik
Markus Conrads ist Jazzkontrabassist, Produzent und Mitbetreiber des Rübezahl Studios. Er studierte Kontrabass an der Folkwang Universität und entwickelte aus Frustration über unbefriedigende Studioerfahrungen eine eigene Soundästhetik. Heute unterstützt er Musiker*innen dabei, ihren individuellen Klang authentisch umzusetzen.
Renate Neuser
Bildende Kunst
Renate Neuser (*1939 in Kiel) lebt und arbeitet in Essen. Sie studierte in Kiel und Stuttgart und war Artist in Residence an der Cité Internationale des Arts in Paris. Seit 1996 ist sie Mitglied im Kunsthaus Essen. Aus Alltagsmaterialien wie Zellglas, Draht, Spielzeug oder Fundstücken entwickelt sie skurrile Objekte und Installationen. Ihre Werke oszillieren zwischen Wissenschaft und Fantasie, zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit. Sie erinnern an botanische Studien, evolutionäre Frühformen oder künstliche Lebewesen – verspielt, rätselhaft und oft irritierend.
Roman Kochanski
Bildende Kunst
Die Malerei von Roman Kochanski entfaltet sich im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Aus gestischen Setzungen und pastosen Farbflächen entstehen Bildräume, in denen Figuration nur noch flüchtig aufscheint – als Echo von Naturformen, als Andeutung eines Vogels, einer Blüte, eines Gesichts. Im Zentrum steht dabei weniger das Motiv als dessen Zerlegung, Überlagerung und Auflösung. Farbe wird Körper, Geste wird Struktur, Oberfläche wird Bedeutung. Kochanskis Werke entziehen sich eindeutiger Lesbarkeit und machen das Fragmentarische und Prozesshafte erfahrbar. Seine Bilder sind keine Erzählungen, sondern Zustände: unmittelbar, roh, poetisch verdichtet. Sie sprechen eine Sprache, die man nicht übersetzt, sondern fühlt.
Rübezahl Studio
Musik
Das Rübezahl Studio im Kunsthaus Essen ist ein professionelles Tonstudio mit Wohnzimmeratmosphäre. Johannes Still und Markus Conrads betreiben es gemeinsam und bieten Musikschaffenden Raum für Aufnahmen mit individueller Klangästhetik. Neben hochwertiger Technik steht hier die künstlerische Vision im Vordergrund. Ein Steinway-Flügel und das erfahrene Team machen das Studio zu einem besonderen Ort für kreative Produktionen.
Stephan von Knobloch
Bildende Kunst
Stephan von Knobloch studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und arbeitet seit 1987 als freischaffender Künstler. In seinem Atelier im Kunsthaus Essen erforscht er das Material Graphit jenseits klassischer Darstellung. Seine Werke entstehen aus dem Wechselspiel von Oberfläche, Licht und Perspektive und loten das Potenzial des Stoffs in seiner tiefsten Schwärze aus.
Sven Dirkmann
Bildende Kunst
Sven Dirkmann (1987 in Essen) ist bildender Künstler und Meisterschüler von Franka Hörnschemeyer. Er verbindet Keramik, Malerei und Skulptur zu installativen Bildwelten, die zwischen Vertrautem und Unheimlichem oszillieren. Seine Arbeiten stellen die Frage nach dem Blick und machen Betrachterinnen selbst zum Teil des Werks. Seit 2023 ist er Resident und Vorstandsmitglied im Kunsthaus Essen.
Viola Maiwald
Bildende Kunst
Viola Maiwald (*1988 in Norddeutschland) ist Fotografin und lebt in Essen und Hamburg. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen dokumentarischer Beobachtung und experimentellen analogen Verfahren. Nach einem Studium in Hannover und einem Auslandssemester in Bangladesch studiert sie aktuell im Master Photography Studies an der Folkwang Universität.