Ideen und Ziele
Bedingungen / Bewerbung
Jury

 

Die Stipendiaten

simon halfmeyer
Simon Halfmeyer, April 2007

Anna Lea Hucht   |   Simon Halfmeyer   |    Philipp Morlock   |   Slawomir Elsner   |  Jana Gunstheimer

Astrid Nippoldt   |    Matthias Weischer   |   Phillip Zaiser   |   Peter Torp   |  Caro Suerkemper


Anna Lea Hucht


Die zehnte Stipendiatin

Anna Lea Hucht wurde am Montag, 14.5.2007, von der Jury zur Kandidatin für das 10. Rotary-Stipendium "Junge Kunst in Essen" gewählt.

1980 geboren in Bonn, 2000 - 2005 Studium and der Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe bei Prof Erwin Gross, 2005 - 2006 Meisterschülerin bei Erwin Gross. lebt und arbeitet in Karlsruhe

Anna Lea Hucht beschäftigt sich in ihren Zeichnungen mit der Einbettung von Personen in ihre subjektive Welt. Die Wahl der Szenerie von persönlichen Räumen, die fast schon an Milieustudien
erinnern, und die Auswahl der Perspektive erwecken die Neugier des Betrachters, der sich in einer Beobachterrolle wiederfindet.

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Simon Halfmeyer


Der neunte Stipendiat

Simon Halfmeyer (geboren 1974) wohnte und arbeitete von August 2006 bis Juli 2007 im Kunsthaus Essen. In seiner Abschlußausstellung (05.05.-03.06.2007) Gewachsenes und Gebautes präsentieret Simon Halfmeyer großformatige Zeichnungen, Skulpturen sowie eine raumgreifende Wandarbeit, die während seines neunmonatigen Aufenthalts im Kunsthaus Essen entstanden sind.
Sein künstlerisches Interesse gilt der Thematisierung des Verhältnisses von „unberührter“ Natur und konstruierten Naturlandschaften. Dabei erscheint Gewachsenes neben Gebautem...

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Philipp Morlock

phillip Morlock

Der achte Stipendiat

Philipp Morlock, geboren 1974, lebte und arbeitete von September 2005 bis Juni 2006 im Kunsthaus Essen. In seiner Abschlussausstellung „Ich bin schon da“, vom 6.5. – 11.6.2006 präsentierte er neue Objekte und Installationen.

"In Philipp Morlocks Skulpturen mischen sich Orte und Zeiten, innere, ganz und gar individuelle, und äußere, kollektive und soziale. In ihnen verdichten sich unterschiedliche historische, soziale und mentale Bewegungsarten, so daß deren körperhafte Gestalt zu einem vielfach aufgeladenen Bedeutungsträger wird. .."

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Slawomir Elsner

Slawomir Elsner

Der siebte Stipendiat

Slawomir Elsner, geboren 1976 in Wodzislaw / Polen, lebte und arbeitete im Kunsthaus von August 2004 bis Mai 2005. Er präsentierte sich dem Essener Publikum mit melancholisch-subversiven Stadtlandschaften in Öl, Buntstiftzeichnungen von Kriegsbildern, die zwischen Schönheit und Entsetzen oszillieren und die mediale Vermittlung von Bildern reflektieren sowie fotografischen Serien, die Authentizität vortäuschen und auf den zweiten Blick neuen Dimensionen hinter dem Alltäglichen freilegen.

Vom 30.4. - 29.5.05 war seine Abschlussausstellung in der Galerie zu sehen: "Rot - Weiß"

Der Ausstellungstitel "Rot Weiß" ist mehrdeutig und erinnert einerseits an den hiesigen Fußballverein, andererseits an die polnische Nationalflagge.

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Jana Gunstheimer

Jana Gunstheimer

Die sechste Stipendiatin

Jana Gunstheimer hat von September 2003 bis Juni 2004 im Kunsthaus Essen als sechste Stipendiatin gelebt und gearbeitet.1974 in Zwickau geboren, studierte sie Ethnologie und Kunstgeschichte in Leipzig sowie Grafik/Malerei an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle, wo sie in diesem Jahr ihr Diplom ablegte. Vom 5.6. - 11.7.04 präsentierte sie ihre Abschlußausstellung "Personen ohne Aufgabe" in der Galerie.

Für ihre künstlerische Arbeit nutzt Jana Gunstheimer die Welt als Reservoire unentdeckter Möglichkeiten, spürt das Verborgene und Geheimnisvolle auf. Die Realität entpuppt sich bei ihr als Konglomerat labyrinthischer Räume. Realität und Fiktion sind in ihrem Werk nicht klar voneinander zu trennen.

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Astrid Nippoldt

Astrid Nippoldt: „9 und Kurve“. Abschlussausstellung

Die fünfte Stipendiatin

Astrid Nippoldt hat von September 2002 bis Juni 2003 im Kunsthaus Essen als fünfte Stipendiatin gelebt und gearbeitet. Sie ist Absolventin der Hochschule für Künste Bremen und studierte bei Jean-François Guiton und Yuji Takeoka.

Astrid Nippoldt überzeugt durch Ideenreichtum, Experimentierfreudigkeit, bildnerische Intelligenz und souveränen Umgang mit der Technik. Stets geht sie von der Wirklichkeit und ihren Absonderlichkeiten aus, denn frei nach Paul Auster "darf man die Welt nicht aus den Augen lassen". In der Rolle einer neugierigen Beobachterin spürt sie interessante Orte, absurde Szenen und atmosphärische Kippmomente auf: Eine Kirche im Scheinwerferlicht am Abgrund, ein Trabrennen in infernalischem Schneegestöber, ein verpasstes Erdbeben ...

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Matthias Weischer

Matthias Weischer

Der vierte Stipendiat

Matthias Weischer hat von August 2001 bis Mai 2002 als vierter Stipendiat im Essener Kunsthaus gelebt und gearbeitet. Vom 12.April bis 19. Mai 2002 präsentierte er seine Abschlußausstellung in der Galerie: "RÄUMEN".
Dazu erschien ein Katalog sowie eine limitierte Edition mit Radierung (Auflage 30).

Matthias Weischer ist Absolvent der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. In seiner Antrittsausstellung überraschte er mit großformatiger Malerei, die nicht nur für dieses so häufig totgesagte Medium neue Maßstäbe setzt.

"Raum ist das zentrale Thema von Matthias Weischer: Raum als Koordinatenbestimmung von Himmel, Erde und Kiste. Jede einzelne seiner Arbeiten scheint die Frage zu stellen: Was ist der Raum? ...

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Phillip Zaiser


Der dritte Stipendiat

Phillip Zaiser hat von August 2000 bis Mai 2001 im Kunsthaus Essen gelebt und gearbeitet. Vom 28. April bis 20. MAi präsentierte er seine Abschlußausstellung in der Galerie: ATRIUM VAGARI
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Bildern seiner Installationen erschienen

Phillip Zaiser ist Absolvent der Städelschule Frankfurt, der in seinen Rauminstallationen Kneipen- oder Hotelzimmerszenarien simuliert. 1999 eröffnete er zusammen mit Daniel Milohnic im Frankfurter Bahnhofsviertel ein religiöses Zentrum, die „church of Phantombüro", und verwüstete im Zerstörungsrausch bei seiner Aktion „Bitte Zimmer aufräumen" ein komplettes Schlafzimmer.   

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Peter Torp

Installation zur Flußdurchsägemaschine

Der zweite Stipendiat

Peter Torp hat von August 1999 bis Mai 2000 im Kunsthaus Essen gelebt und gearbeitet. Vom 6. Mai bis 4. Juni präsentierte er seine Abschlußausstellung in der Galerie : FLUSSDURCHSÄGEMASCHINE.
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Zeichnungen erschienen

... "Lassen Sie mich eine kleine Geschichte erzählen: Ich war bei der freundlichen Dame eingeladen, jedoch nicht zum Tee, wie sonst üblicherweise, sondern diesmal war ich abends dort. Es wurde Rotwein gereicht. Angeregt war unsere Unterhaltung, denn es ging um unsere Anschauung von Sandkörnern. Wir hatten jeweils schon jede Menge Sandkörner gesehen und wir versuchten nun, unsere unterschiedlichen Anschauungen miteinander zu vergleichen. Darüber wurden wir müde und wir gingen an die frische Luft. Da war ein Fluß. Die freundliche Dame sagte zu mir: „Was ich dir noch gar nicht erzählt habe: Ich bin doch grad dabei, die Flußdurchsägemaschine zu entwickeln." ... 

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Caro Suerkemper

Caro Suerkemper

Die erste Stipendiatin

Caro Suerkemper hat von August 1998 bis April 1999 im Kunsthaus Essen gewohnt und gearbeitet. Vom 16. April bis 16. Mai präsentierte sie im Kunsthaus Essen und in der Musterwohnung der Bergarbeitersiedlung "Margarethenhöhe" ihre Abschlußausstellung. Zur Ausstellung erschienen ein Katalog und eine Edition in limitierter Auflage.  
mit Texten von Petra Sorg 

Das Meer. Oder. Die See. Fragen Sie nicht. Bilder sind klüger oder auch dümmer. Und da. Immer schon vorher. Vor Ihnen. Wie das Meer. Sparkassenaufforderungen flattern ins Raumzeitkontinuum von Häuslichkeit. Wo die ach so blasse Haut wohnt und davor das Meer 'Hoffnung' ruft. Sie müssen aber nicht loslaufen .....

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Die Jury 2007 jury 2006

 

Prof. Dr. Jean-Christophe Ammann, Frankfurt
Dr. Stephan Berg, Kunstverein Hannover
Simon Halfmeyer, 9. Stipendiat"Junge Kunst in Essen"  
Dr. Mario-Andreas von Lüttichau, Museum Folkwang Essen
Dr. Britta Schmitz, Nationalgalerie/Hamburger Bahnhof, Berlin 
Prof. Thomas Wagner, Kunstexperte und Redakteur Feuilleton der FAZ


Die Idee


1997 haben die fünf Rotary-Clubs in Essen beschlossen, ein "Stipendium Junge Kunst in Essen" einzurichten und über mehrere Jahre hinweg zu finanzieren.
Es ist ein hoch dotiertes Kunststipendium, das junge Künstlerinnen und Künstler über regionale Grenzen hinaus fördert. Es wird bundesweit an Kunsthochschulen und Akademien ausgeschrieben. Auf vorbildhafte Weise praktiziert es Public Private Partnership und verbindet privates bürgerliches Engagement mit städtischer Kulturförderung.

Das Stipendium soll einem jungen bildenden Künstler zugute kommen, der als förderungswürdig gelten kann. Über die Förderungswürdigkeit entscheiden die deutschen Kunsthochschulen, die Rektoren der Hochschulen bzw. die Professorenkollegien schlagen Künstler vor.

Kunst ist auch in Essen und im Ruhrrevier - jedenfalls dem öffentlichen Interesse nach - zumeist Weltkunst. Zeitgenössische Künstler oberhalb der Wahrnehmungsschwelle haben es bereits zu stattlichen Ausstellungen gebracht, können auf Publikationen verweisen und stehen nicht selten bereits im Brot ihrer künstlerischen Arbeit. Die Entstehung einer Künstlerpersönlichkeit bleibt vielfach unbeachtet, die Bedeutung von Förderung und Anerkennung unterbewertet, ist doch auch der zu erwartende Marktwert zunächst nicht einschätzbar.

Rotary in Essen
hat sich mit dem
"Stipendium Junge Kunst" folgende Ziele gesetzt:
 


1. einem jungen und förderungswürdigen Künstler für den Zeitraum eines knappen Jahres Gelegenheit zu geben an seiner Entwicklung zu arbeiten, darüber hinaus auch diejenigen zu ermutigen, die in ihrer künstlerischen Arbeit noch am Anfang stehen und auf Förderung der einen oder anderen Weise angewiesen sein werden. 

 2. der zeitgenössischen Bildenden Kunst neben den Institutionen und Sammlungen für die national und international anerkannte moderne Kunst ein interessantes Forum zu bieten. 

 3. das Kunsthaus Essen in seiner Bedeutung für die lebendige und qualitätsvolle künstlerische Arbeit in Essen zu bestätigen; wir sehen übrigens in der Initiative der hier verbundenen Künstler einen besonders sympathischen Weg, qualitätsvolle künstlerische Arbeit mit Kunsterziehung und Anregung für interessierte Bürger zu verbinden.

Dr. Ulrich Blank, Rotary Essen-Nord 
Auszug aus der Rede zur 1. Jurysitzung am 25 Mai 1998 im Kunsthaus Essen

Die Bedingungen
des Stipendiums

Bewerbung 


Das Stipendium richtet sich an bildende Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeiten im Kunsthaus Essen realisiert werden können und die bereit sind, während der Förderungsdauer in Essen zu leben.
Man kann sich nicht selbst um das Stipendium bewerben, sondern nur auf Vorschlag.
Anfang jeden Jahres werden alle deutschen Kunstakademien und Kunsthochschulen angeschrieben mit der Bitte um jeweils drei Vorschläge.
Im Kunsthaus Essen stehen ein Atelier (60 qm, 3 große Fenster, Raumhöhe 4 m) mit Telefonanschluss sowie eine Wohneinheit zur Verfügung.
Der Förderzeitraum umfasst neun Monate (September 2006 bis Mai 2007). Es besteht Residenzpflicht. Zu Beginn stellt sich der Stipendiat mit einer Ausstellung im Kabinett vor, und den Abschluss des Aaufenthalts in Essen bildet eine Ausstellung mit Katalog in der Galerie im Kunsthaus Essen.

Die monatliche Unterstützung beträgt 1250,- Euro (abzgl. 128,- Euro Miete an das Kunsthaus). Die Lithofilme und der Druck des Katalogs werden zusätzlich durch Spenden und Sachleistungen finanziert. Gestaltung, Reproduktion der Arbeiten (Fotos) und Druckvorstufe (DTP) werden vom Stipendiaten erbracht oder auf dessen Kosten in Auftrag gegeben. Verkäufe der während des gesamten Förderzeitraums entstandenen Arbeiten sind provisionspflichtig (20 % vom Kaufpreis) zugunsten des Kunsthaus Essen.

Wir bieten...
den Freiraum, neue künstlerische Ideen in relativer materieller Sicherheit zu entwickeln und umzusetzen. Der Stipendiat/die Stipendiatin kann vielfältige Kontakte mit den Künstlern des Kunsthauses, Persönlichkeiten und Einrichtungen des kulturellen Lebens in der Stadt Essen und im Ruhrgebiet sowie mit den Förderern des Stipendiums knüpfen.
Wir erwarten...
die Bereitschaft, den Förderern während der Dauer des Stipendiums Einblick in die künstlerische Arbeit zu gewähren. Die Stipendiatin/der Stipendiat sollte die Gelegenheit nutzen, im Förderungszeitraum kontinuierlich zu arbeiten und eine repräsentative Abschlussausstellung vorzubereiten.

Die vorgeschlagenen Künstlerinnen und Künstler werden gebeten - mit Hinweis auf die vorschlagende Institution -
folgende Bewerbungsunterlagen einzureichen:
- Vita / Ausbildungsgang
- Fotos, Dias, Abbildungen, Videos oder DVDs bisheriger künstlerischer Arbeiten
- eventuell bereits vorhandene Kataloge oder andere Publikationen
- Skizze zum Vorhaben im Förderzeitraum
- Rückporto
Bitte keine Originale einreichen!

Das Alter der Stipendiatin/des Stipendiaten soll 35 Jahre nicht überschreiten und der Studienabschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegen.

 


 

© 2008 Kunsthaus Essen und die Künstler
Fotos: Petra Göbel, Ingrid Weidig